Ein neues Stadtquartier für Oberhausen
In den nächsten Jahren wird auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Sterkrade eines der bedeutendsten lokalen Projekte entstehen. Die „Neue Zeche Sterkrade“ wird als „urbanes Stadtquartier“ einen wichtigen Beitrag zur „integrierten Stadtentwicklung“ und insbesondere auch zur Wohnungsbaustrategie der Stadt Oberhausen leisten. Das umfassende „Leitbild der Stadt Oberhausen für die Entwicklung des Geländes der ehemaligen Zeche Sterkrade“ (September 2023) und die gründliche Untersuchung der Ausgangslage offenbaren unterschiedliche Entwicklungsinteressen sowie die zahlreichen Entwicklungspotenziale. Mit dieser groben städtebaulichen Konzeption wurden die bisherigen Vorstellungen zur Entwicklung des Geländes zusammengefasst und in einem öffentlich und fachlich geführten Dialog in der Stadt Oberhausen zur Diskussion gestellt. Weitaus umfassender als es die Gesetzeslage erfordert, galt es die unterschiedlichen Interessen zu erfassen, offen auszutauschen, ein generelles Verständnis für unterschiedliche Ansprüche und notwendige Bedarfe zu wecken und schließlich über eine sorgfältige Abwägung zu einem Ausgleich von Interessen zu kommen.
Mit Beginn der Planungskonkretisierung wurden zudem auch spezielle Untersuchungen durchgeführt und Fachgutachten erarbeitet, die ebenfalls Empfehlungen zur Optimierung des Leitbildes aus 2023 formulieren. Dazu zählen die artenschutzrechtliche Prüfung (Fachbeitrag Stufe I und II), die Verkehrsuntersuchung, ein klimaökologisches Gutachten und die Machbarkeitsstudie zur Entwicklung einer Fuß- und Radwegeverbindung in die Sterkrader Innenstadt auf.
Mit der Konkretisierung der Planung hat sich z.B. der Anteil der öffentlichen Grünflächen (inkl. Spiel- und Sportflächen) von 20% auf 36% erhöht, der Baulandanteil inkl. privater Grünflächen, hat sich um knapp 20% auf 46% verringert.